Bestimmt zwei Jahrgänge wöchentliche Übtipps hatte ich ab 2008 geschrieben, immer direkt in den damaligen Homepage-Baukasten. So fiel mir das Schreiben leichter. Allerdings ist so alles unwiederbringlich weg! Ich hatte offensichtlich nicht wirklich einen Sinn für den Wert meines Geschriebenen…

Nun macht das nichts, denn:
Wer Übender ist, der hat auch immer etwas über das Üben zu sagen.
Und neuerdings übe ich nach langer Zeit tatsächlich wieder!

Du wunderst dich?

Viele von uns kennen das doch, aufgerieben zwischen mehreren Arbeitsbereichen,
die man gern macht, aber durchaus auch, weil man Geld verdienen muss.
Bei mir hatten sich Konzertaufträge ab 2010 ziemlich erledigt, zum einen wegen
der Sparrunden bei Kirchens, zum andern, weil ich durch meine drei Chöre und die
schon damals (2011) übernommene Musikschule einfach keine Zeit blieb.

Und so hat es sich eingeschliffen, das Nicht-Üben.

Darum schuf ich mir Anlässe (Matineen und Themen-Gottesdienste in der Gemeinde,
die jährliche Meißen-Reise) und genoss auch diese Übzeiten sehr.
Von allgemeinem Üben keine Spur. Aber jetzt habe ich zaghaft wieder angefangen
jede Woche einmal in die Kirche zu gehen. Man kann es ja schließlich nicht andern
‚predigen‘, und selbst…

Meine Übzeit ist in meinem Wochenplan als Eigen-Zeit gekennzeichnet.

Andere Eigen-Zeiten können sein: Schreiben, Garten, Bewegung, Spiel, Spaß,
Ausflüge, Ruhe… Und das Orgelüben ordnet sich da ein, denn beim Üben erlebe
ich im Dialog mit dem Instrument und dem zu arbeitenden Stück mich selbst,
lerne wieder hinhören, den Zusammenhang zwischen dem, was ich tue und dem
wie es klingt, herzustellen. Das ‚füttert‘ meine Seele! Ist der Kopf auch angenehm
müde nach dem Üben, so ist die Seele aufgetankt und angenehm wach.

Wenn man diese positive Erfahrung macht, ist das schonmal gut!

Sicher kennst du es auch: Anfangen ist toll!
Die Begeisterung schäumt über, alles ist neu und aufregend.
Aber dann wird es mühsamer, man gerät ins Stocken, vielleicht hagelt das Leben
noch hinein mit Krankheit oder anderem, was vom Üben abhält.

Dann ist es schwer, das Dranbleiben… Was hilft?

  1. kleine Schritte
    Nimm deine Ziele klein, richtig klein!!!
    Wenn du ein Ziel erreichst, bist du motiviert das nächste anzugehen!
  1. Wenn du allgemein etwas lernen willst, ist ein Lernprogramm gut,
    das genauso aufgebaut ist – in kleinen Schritten.
    Darum habe ich meinen Kurs (8 Schritte zum entspannten Orgelspiel),
    der 2017 ja mit so schönem Erfolg lief, nochmals vorgenommen.
    Er wurde ergänzt mit vielen Fragen, Arbeitsblättern, Checklisten,
    damit die kleinen Schritte machbar sind – und du Erfolgserlebnisse hast!
    Wenn du überlegst ab 4. Juni dabei zu sein, findest du hier weitere Informationen.
    Bei Fragen zum Inhalt oder der Ratenzahlung freue ich mich über eine kurze Mail an lebendigesorgelspiel@web.de!
  2. Zum Durchhalten hilft Gemeinschaft!
    Darum mache ich Kurse, in denen wir gemeinsam starten und zusammenbleiben,
    auch in den Umsetzungswochen.
    In der Gruppe, aber auch in guten Bekanntschaften, in Freundschaften und
    oft auch in der Facebook-Community darf man auch mal ‚sagen‘, dass es nicht so läuft,
    dass man grad keinen guten Tag hat.
    Du kannst Verständnis, Trost, Ermutigung u.v.m. erfahren, aber auch Erfolge teilen!

Soweit mein erster Übtipp für dich!
Hast du Geschichten rund ums Durchhalten oder Tipps dazu?
Dann freue ich mich über Kommentare!

Und denk dran: Du bist wichtig!
Birgit